Zeugenaussage: Boleslaw – „ Die Juden wurden auf einem Hof, umgeben von einem Holzzaun, nah beim Fluss, versammelt. Nach mehreren Tagen wurden sie zum jüdischen Friedhof gebracht und erschossen.

Eckdaten: Für seine 14. Forschungsreise nach Polen reiste ein Yahad-In Unum-Team zum ersten Mal in die Kielce-Region im Süden Voivodeship. Der Trip dauerte 18 Tage, vom 29. März bis 15. April 2016.

Während der Forschungsreise sammelte Yahad 41 Zeugenaussagen und identifizierte 26 Massengräber, welche in großer Mehrheit kein Monument besaßen.

Orte: DZIAŁOSZYCE, JAKUBOWICE, WODZISŁAW, PIOTRKOWICE, SWARYSZÓW, KAZINY, DZIEKANOWICE, CHMIELON, SPROWA, DROŻEJOWICE, JASTRZEBNIKI, SĘDZISZÓW, GAIK, SZARBIA, ZWIERZYNIECKA, DROŻEJOWICE, WODZISŁAW, JĘDRZEJÓW, SŁONOWICE, KAZIMIERZA WIELKA, WYSZOGRÓD, MOŁKOWICE, WYGODA, JAKUBÓW, SOBOWICE, IMIELNO, WÓLKA, STAWY RAKÓW, BRESINY, WOLICA JAJIONNA, BORKI, CHRUSTOWICE.

Historischer Hintergrund: Schon im Oktober 1939 wurde die Kielce-Region in den Gesamtstaat Polen eingegliedert und war Teil des Distrikts Radom. Auch wenn die Mehrheit der Juden der Region nach Treblinka deportiert wurden, wurden Ende 1942 Tausende Juden vor Ort erschossen, so in Massengräbern wie Dzialoszyce (1,500 Opfer), Staszow (700 Opfer) or Stopnica (400 Opfer).

Wesentliche Erkenntnisse:
Während der Forschungsreise sammelte Yahad-In Unums Forschungsteam Zeitzeugenaussagen über:
– Massenerschießungen jüdischer Opfer, begangen in vielen Städten und Dörfern im südlichen Teil der Region
– Das Plündern von jüdischen Eigentum durch deutsche Autoritäten
– Erschießen von versteckten Juden und Partisanen
– Die lokale Organisation der Deportation
– Die Exekutionen die während der Deportationsaktionen nach Treblinka gegenüber den Ghettobewohnern begangen wurden
– Die Erschießung der Sinti und Roma

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