Zeitzeugenaussage: Czeslaw – „ Um die Spuren zu verbrennen verbrannten die deutschen die Leichen der Opfer.“

Eckdaten: Yahad schickte eine Forschungsteam für seine 19. Forschungsreise vom 2. – 9. August nach Polen.

Zeugenaussage: Czeslaw – „ Um die Spuren ihrer Verbrechen zu beseitigen, verbrannten die Deutschen die Leichen der Opfer.“

Eckdaten: Vom 2. – 19. August schickte Yahad ein Forschungsteam für seine 19. Reise nach Polen. Das Team konzentrierte sich auf den westlichen Part der Lublin-Region in den Distrikten Opole Bilgoraj, Lublin, Opole und Pulawy. Das Team führte die Ermittlungen in Städten und Dörfern durch, in denen Polizeibattaillons und andere deutsche Einheiten zwischen Juli 1942 und November 1943 mehrere Hunderttausend Juden, trotz der unmittelbaren Nähe der Konzentrationslager Belzec, Najdanek und Sobibor durchführten.

Das Team nahm 37 Zeitzeugenaussagen auf und lokalisierte 29 Massengräber. Die meisten der Orte haben keine Gedenkstätten.

Orte: Biłgoraj, Husiny, Józefów, Polichna Druga, Błażek, Zdziłowice Trzecie, Podlesie, Karpiówka, Łany, Krasnystaw, Mełgiew, Trzeszkowice, Kazimierzówka , Świdnik, Kalinówka, Kazimierz Dolny, Bełżyce, Poniatowa, Sadurki, Wola Przybysławska, Janów, Opoka, Końskowola.

Historischer Hintergrund: Deutsche Truppen besetzten die Lublin-Region im September 1939. Der Lublin-Distrikt wurde Ende Oktober 1939 als einer der 4 Anfangsdistrikte des Generalgouvernements gegründet. Zwischen 240000 und 300000 Menschen, einschließlich der Flüchtlinge aus den ins Deutsche Reich eingegliederten Gebieten Polens, residierten in dem Distrikt.

Wesentliche Erkenntnisse:
Das Team deckte während der Forschungsreise eine Menge an verschiedenen Themen ab: vor allem
– Die zahlreichen Massaker der jüdischen Bevölkerung, die in der Region trotz unmittelbarer Nähe Lager, stattfanden.
– Die jüdischen Arbeitslager, wie Konskowola oder Krasnystaw und ihre Liquidierung.
– Der Prozess von Operation 1005 im Krepiecki-Wald und Poniatowa, wie oben beschrieben
– Die Deportation der Juden in die Lager während der Aktion Reinhard (Versammeln der Opfer, Transportation in die Camps, Erschießungen neben der Straße, Erschießungen von Flüchtenden)