Zeugenaussage: Vasile P. – „Die Mehrheit der Juden waren in den Kleinhandel involviert. Sie besaßen Läden, in denen man Zucker, Briefmarken und Petrol, um die Lampen zu erleuchten, kaufen konnte. Alles was man brauchte. Moishe, Ragmir, Itzel Cole, Mihai Sabltitsa waren die Juden, die Läden besaßen.“

Eckdaten: Ein Yahad-Team reiste für seine 8. Reise in dieses Land in Partnerschaft mit der Schwesterorganisation Roma Dignity nach Rumänien. Die ersten 10 Ermittlungstage fanden im Nordwesten Transsilvaniens, nah bei der Grenze zur Ukraine und Ungarn, statt. Dank 28 Zeitzeugenaussagen war es dem Team möglich den Prozess der Juden nach Ausschwitz zu etablieren. Die Aussagen förderten die Involvierung der lokalen Bevölkerung, vor allem der zwangsbeschlagnahmten Männer und ihrer Wägen zum Transport der Juden in die Ghettos oder zu den Zügen, ans Licht.

Während der Reise interviewte das Team 28 Zeugen und Überlebende.

Orte: Satu Mare, Săpânța; Sighetu Marmaţiei, Giulești, Berveni, Dindeşti, Baia Mare, Finteușu Mare, Buciumi, Cehei, Jidou, Valea Seacă, Bătarci, Porumbești, Halmeu, Șomcuta Mare, Ulmeni, Târgu Jiu, Strehaia.

Historischer Hintergrund: Diese Forschungsreise legte ein besonderes Augenmerk auf das Schicksal der Roma. Die Recherche fand in der Oltenia-Region, vor allem Heimat der „ Caldari“, statt. Für Jahrhunderte waren sie ein nomadisches Volk mit einzigartigen Sitten, bekannt für das Herstellen verschiedener Objekte aus Aluminium und Kupfer.

Andere Romagruppen waren traditionell Kunsthandwerker und arbeiteten als Schmiede oder Schuhmacher, verkauften Pferden oder stellten Werkzeuge her. Für Jahrhunderte wurden die Roma in Europa misshandelt und verfolgt. In der von Deutschland besetzten Zone variierte das Schicksal der Roma von Land zu Land, je nach den Umständen vor Ort.

Vor der Deportation wurden die Juden gezwungen den gelben Stern zu tragen Juden die offizielle Berufe inne hatten, wurden gezwungen diese zu kündigen. Juden war es verboten rauszugehen und sie wurden fortschreitend Gefangene in ihren eigenen Häusern.

Wesentliche Erkenntnisse:
– Die Deportation der Juden
– Die Verfolgung der Roma

Die Forschungsreise wurde durchgeführt mit unserer Schwesterorganisation Roma Dignity.