Zeugenaussage: Evgueni – „ Eines Tages, als ich die Kühe weidete sah ich eine offene Grube, gefüllt mit Körpern von Frauen und jungen Mädchen. Ihre Hände waren zusammengebunden, ihre Gesichter geschwollen und Tücher in ihren Mündern. Es waren die Konsomols, die die Deutschen gefoltert hatten.“

Eckdaten: Ein Forschungsteam von Yahad führte zum ersten Mal eine Recherche in den Tver- und Novgorod-Regionen durch. Ziel war es, die Geschichte des Holocaust der Kugeln, dem Roma-Genozid und den Massenmassaker an russischen Zivilisten und Soldaten zu untersuchen und zu dokumentieren.

Während der Forschungsreise, interviewte das Yahad-Team 33 Zeitzeugen und lokalisierte 12 Exekutionsorte, von denen 70% weder geschützt waren noch eine Gedenkstätte besaßen.

Orte: TOROPETS, BELY, OLENINO, TALITSA, TVER, RZHEV, DEMYANSK, NOVI BROD, OLZI, KHAKHILI, BELY BOR, TARAKANNITSA, SOLTSY, KHOLM, MEDVED, GORNOE VERETIE, KORPOVO, STARAYA RUSSA, CHUDOVO.

Historischer Hintergrund:
Die Tver-Region war die Region am nächsten bei Moskau, die von den Nazis besetzt wurde. Die Kämpfe dort waren sehr intensiv, da die deutsche Armee besessen davon war, Moskau zu erreichen.

Wesentliche Erkenntnisse:
Yahad ermittelte in 28 Städten und Dörfern in zwei Regionen und fokussierte seine Forschung in den Interviews auf folgende Themen:

– Die Evakuierung der jüdischen Bevölkerung, eine der Regionen, in der die Evakuierung aufgrund der schnellen Besetzung der Tver-Region am schwächsten war.
– Kriegsgefangenenlager
– Die Massaker der russischen Zivilbevölkerung
– Die Deportation der russischen Bevölkerung in die baltischen Staaten durch die deutschen Autoritäten.