Zeugenaussage: Georgi: „ Wir kamen von den Feldern zurück und sagen Lastwagen voll mit Juden an uns vorbei fahren. Der letzte Lastwagen stoppte neben uns und wir wurden gezwungen aufzusteigen. $ jüdische Männer waren mit uns im Lastwagen. Dann hielt der Lastwagen an. Die Juden wurden geschlagen und aus dem Lastwagen getrieben. Wir hörten Schüsse. Dann wurden wir gezwungen die Lastwägen zu verlassen. Die Gräber wurden bei Nacht durch die Scheinwerfer der Lastwagen beleuchtet. Wir mussten die Gräber graben während die Deutschen uns zuschauten und ihre letzten Opfer erledigten.“

Eckdaten: Ein Yahad-Team verbrachte zwei Wochen damit, die Verbrechen gegen die Juden in der südlichen Region von Krasnodar und Adygea in Russland, nah bei der georgischen Grenze, zu erforschen. Dem Team gelang es, die Massaker von Tausenden jüdischen Flüchtlingen aus der der Ukraine, Russland und Moldawien, getötet durch Kugeln und Gaswagen, zu dokumentieren. Die große Mehrheit der Massengräber wurde in Cossackdörfern gefunden und war ohne Gedenkstätten.

Unser Team interviewte mehrere Menschen, die von Deutschen zwangsbeschlagnahmt wurden, um die Gräber der Opfer zu graben oder sie, nachdem sie erschossen wurden, abzudecken, genauso wie Zeugen der Tötungsmechanismen auf lokalem Level, die uns Exekutionsorte zeigen konnten. Das Team traf außerdem 2 Russen, die Flüchtlinge vor der Erschießung retteten, unter anderem eine Frau, zu der Zeit jugendlich, die mutig ein 3-jähriges jüdisches Mädchen aus dem Massengrab zog.

Unsere Forscher sammelten auch Zeugenaussagen von Kindern kommunistischer Familien, welche auch erniedrigt, gefoltert und von den Deutschen und ihren lokalen Kollaborateuren in der Öffentlichkeit erschossen wurden.

Schlussendlich, führte das Team seine Recherche über die Besetzung der beiden Städte, an der Grenze zum Schwarzen Meer, zwischen Novorossiysk und der Krim, durch, wo es es heftige Kämpfe zwischen der Wehrmacht und der Roten arme gab, vor allem an der sogenannten „blue line“-Front. Zivilisten, die sich in diesem Gebiet befanden wurden Opfer von Artilleriefeuer, Hungersnöten und Deportation nach Deutschland und die Ukraine, welche in Zehntausenden Toten resultierten.

Während der Forschungsreise wurden 37 Zeitzeugen interviewt und 20 Exekutionsorte entdeckt.

Orte: : Kuzhorskaia, Sergievskoie, Yaroslavskaia, Blechepsine, Natyrbovo, Kropotkin, Kalnibolotskaia, Konokovo, Mostovskoy, Apsheronsk, Poltavskaia, Varenikovskaia, Temriuk, Starotitarovskaia, Korenovsk, Zarechny, Novorossiysk.

Historischer Hintergrund:

Wesentliche Erkenntnisse:
– Das Töten von Juden in Massengräbern oder Gaswägen
– Tötungsmechanismen auf lokalem Level