Einst bekannt als das "Jerusalem des Nordens", war die litauische Hauptstadt von Vilnius für viele Jahrhunderte die Heimat einer großen jüdischen Gemeinde. Etwa 100.000 Juden, genannt Litvaks, lebten in Vilnius vor dem Zweiten Weltkrieg und machten etwa 45% der Gesamtbevölkerung der Stadt aus. Ungefähr die gleiche Anzahl lebte noch einmal in anderen Regionen Litauens im selben Zeitraum.

Während der Nazi-Besetzung, die von Juni 1941 bis Januar 1945 andauerte, wurden mehr als ein Dutzend jüdischer Ghettos sowie mehrere Konzentrationslager gegründet. Insgesamt wurden 90% der litauischen Juden von Besatzungsmächten und örtlichen Mitarbeitern ermordet, trotzdem gab es Hunderte von Litauern, die ihr Leben riskierten um Juden zu schützen.

Die meisten der Holocaust-Opfer in Litauen wurden in den Wald gebracht, um in Gruben erschossen zu werden, welche sie vorher gezwungen waren, selbst auszugraben. Die Wälder von Paneriai außerhalb von Vilnius und das neunte Fort in Kaunas, welche die zweitgrößte Stadt in Litauen ist, waren die Stätten von großflächigen Massakern.

 
Yahads Erforschungen

Yahad hat bereits 363 Zeugen in Litauen interviewt und konnte schon 174 Massengräber identifizieren.

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